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MENTORING in Klasse 5-7

     1.    Ausgangslage / Einführung

Mentoring ist zentraler Bestandteil des pädagogischen Anspruchs von „G9 neu“ und schafft Gesprächs- und Entwicklungsräume, stärkt die Beziehung zwischen Lehrkraft und Lernenden und unterstützt Schülerinnen und Schüler darin, ihre individuellen Potenziale zu erkennen, zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Alle Schülerinnen und Schüler werden im Rahmen von „G9neu“ den Mentoringprozess durchlaufen.

 
     2.     Mehrwert und Ziele des Mentorings

Mentoring bietet einen Mehrwert sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und die Schule selbst. Für die Schülerinnen und Schüler bietet es Unterstützungs- und Reflexionsmöglichkeiten und stärkt die Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Schule. Darüber hinaus fördert es die Beziehungsgestaltung und Kommunikation zwischen Schule und Lernenden.

Ziele des Mentorings sind die Begleitung und Unterstützung der überfachlichen individuellen Lern- und Leistungsentwicklung sowie der Persönlichkeitsentwicklung. Die Schülerinnen und Schüler

  • erkennen die eigenen Potentiale

  • schulen ihre Reflektionsfähigkeit

  • reflektieren Optimierungsmöglichkeiten des eigenen Lernens (Hauptfokus des Mentorings)

Wichtig: Mentorinnen und Mentoren sind kein Ersatz für schulische Beratung oder Sozialarbeit.

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     3.     Mögliche Gesprächsthemen des Mentorings

Es können unterschiedlichste Fragestellungen und Themen in den Blick genommen werden, bspw.:

  • Motivation zum Lernen

  • individuelle Lernstrategien

  • individuelle Fähigkeiten und Entwicklungspotentiale

  • berufliche Interessen, berufliche Perspektiven

  • mögliche Herausforderungen der Adoleszenz

  • Profilwahl (Klasse 7)

  • Zufriedenheit an der Schule

  • …

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     4.     Rolle und Aufgabe von Mentorinnen und Mentoren

Mentorinnen und Mentoren begegnen Schülerinnen und Schülern auf Augenhöhe, schaffen vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre und fördern die persönliche Entwicklung, ohne zu bewerten oder zu belehren.

Die Aufgabe von Mentorinnen und Mentoren besteht erstens in der Durchführung der Gespräche. Dazu gehört eine Vor- und Nachbereitung. Des Weiteren sind Mentorinnen und Mentoren auch Ansprech- und Begleitperson für den jeweiligen Mentee im Verlauf des gesamten Schuljahres, wenn es sich um Fragestellungen handelt, die im Bezug zu den Zielsetzungen des Mentoring-Gesprächs stehen.

Mentorinnen und Mentoren entwickeln ausgehend von den Interessen und Begabungen der Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit diesen Strategien, um im Schulalltag selbstbestimmt, unabhängig und verantwortungsvoll handeln zu können.

Mentorinnen und Mentoren agieren als Lernbegleiter und Berater. Die eigene Meinung sowie inhaltliche Ratschläge spielen eine nachgeordnete Rolle. Sie verstehen sich nicht als Ratgebende sondern als Begleiterinnen und Begleiter, die Reflexionsprozesse bei den Schülerinnen und Schülern und somit auch Entwicklungen durch gezielte Impulse anregen.

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     5.     Organisatorische Umsetzung
  • Mentoring findet in der Klassenstufe 7 statt.

  • Es finden drei (in der Regel 20-minütige) Gespräche pro Mentee über das Schuljahr verteilt statt (Oktober/November, Februar/März, Mai/Juni).

  • Die Vor- und Nachbereitung erfolgt durch Mentee und Mentorin bzw. Mentor mit einem standardisierten Gesprächs- und Dokumentationsbogen.

  • In der Regel teilen sich zwei Lehrkräfte, die in der Klasse unterrichten, die Mentorenfunktion.

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