Was haben ein Zahnimplantat und ein Bauteil aus der Luftfahrt gemeinsam?
- Frau Bertram
- vor 2 Tagen
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Bei der Firma ISCAR in Ettlingen-Bruchhausen entstehen beide mit derselben Präzisionstechnik. Unsere zehnten Klassen von NWT und IMP haben bei ihrer jährlichen Betriebsbesichtigung genau hingeschaut.
Ein Blick auf den Werkstatttisch, und schon ist klar: Hier wird nicht einfach nur Metall bearbeitet. Vor uns liegen kleine, glänzende Werkstücke – die einen erinnern an Zahnabdrücke, die anderen sehen aus wie ein massives Ringbauteil, wie man es aus der Luftfahrttechnik kennt. Beide stammen aus derselben Werkshalle in Bruchhausen.


ISCAR Germany mit Sitz in der Eisenstockstraße in Ettlingen-Bruchhausen ist auf Präzisionswerkzeuge zur Metallbearbeitung spezialisiert: Mit Hartmetall-Werkzeugen wird gedreht, gefräst und gebohrt. Am Standort betreibt das Unternehmen auch ein eigenes Schulungs- und Tech-Center, in dem Kunden und Interessierte mit den Fertigungsverfahren vertraut gemacht werden – genau in diesem Umfeld durften wir hinter die Kulissen blicken.
Auch dieses Jahr öffnete das Unternehmen seine Werkshallen für unsere Schüler:innen der Fächer NWT und IMP und nahm sich Zeit, Maschinen und Prozesse zu erklären. Wer sonst nur aus dem Unterricht kennt, wie Werkstoffe bearbeitet werden, sieht hier, mit welchem Aufwand ein einzelnes Bauteil entsteht. Genau das macht solche Besichtigungen so wertvoll: Sie zeigen, dass Technik und Naturwissenschaft keine abstrakten Schulfächer sind, sondern ganz reale Berufsfelder direkt vor der Haustür – mit Ausbildungs- und Karrierewegen, die weit über das hinausgehen, was man im Klassenzimmer erahnt.
Jeanne Delord aus der Klasse 10c berichtet über den Ausflug:
Letzten Montagnachmittag besuchten wir, der NWT- und IMP-Kurs des EGs, die Firma ISCAR in Bruchhausen. Nach einem freundlichen Empfang, bei dem auch für Verpflegung gesorgt war, begann unser Besuch mit einer Vorstellung des Unternehmens. Wir erhielten neben Informationen zur Firma und ihrem Werdegang auch eine verständliche Einführung in das Zerspanungsverfahren, für das ISCAR Werkzeuge und Maschinenteile entwickelt. Anschließend wurden wir in Gruppen über das Firmengelände geführt und bekamen Einblicke in verschiedene Arbeitsbereiche. Dabei konnten wir den Einsatz verschiedener Werkzeuge aus nächster Nähe erleben und den Prozess der Zerspanung mit eigenen Augen beobachten. Insgesamt war der Firmenbesuch bei ISCAR sehr informativ und bot eine schöne Gelegenheit, den Unterricht durch praktische Einblicke zu ergänzen.
Ein Dank an ISCAR
Dass ein Unternehmen Jahr für Jahr Zeit, Personal und Know-how investiert, um uns einen Einblick in die Praxis zu geben, ist keine Selbstverständlichkeit. Das EG bedankt sich deshalb herzlich bei ISCAR für die engagierte Vorbereitung und Durchführung der Betriebsbesichtigung – und freut sich schon jetzt auf den nächsten Besuch der kommenden zehnten Klassen.
Übrigens: Wer durch die Betriebsbesichtigung Lust bekommen hat, noch tiefer einzutauchen, kann bei ISCAR auch ein Praktikum absolvieren – etwa im Rahmen von BOGY. Interessierte wenden sich gerne an Herrn Brakhage, Herrn Kaspar oder Herrn Pfadt; auf Wunsch gibt es auch einen Flyer mit weiteren Informationen zu Tätigkeitsfeldern und Praktikumsinhalten.



